Famler setzen gegen die Massenware der Großen das Langlebige und Besondere. Das gelingt dem Salzburger Einrichtungshaus ziemlich gut! Mit ihrem Gespür für Neues und Hochwertiges schafft das Team rund um Laura Famler neue Lebensräume.

 

Der FAMLER ist ein Einrichtungshaus mit einer 100-jährigen Geschichte. Wo wollt ihr in zehn Jahren stehen?

Wir haben eine sehr lange Tradition, das stimmt. Stehengeblieben sind wir dabei nie, wir haben uns weiterentwickelt, aus einer Tischlerei einen Komplettanbieter gemacht. Wir sind detailverliebter als früher, arbeiten mit vielen Gewerken zusammen, können unseren Kunden in der Planung und Projektierung sehr viel abnehmen. Wo wir in zehn Jahren stehen werden, kann ich dir nicht sagen, dass wir in dieselbe Richtung gehen wie bisher, schon. Wir werden auch weiterhin auf sehr gute Marken setzen, auf Partner, die ihr überschaubares Angebot in kleinen Stückzahlen, eigenen Werken und mit einem hohen Qualitätsanspruch fertigen.

Mit Zanat habt ihr seit kurzem ein junges bosnisches Label im Sortiment!

Ich habe die Möbel und Wohnaccessoires von Zanat gesehen und mich sofort in die Formensprache, in das Filigrane, Leichte, Unkomplizierte verliebt. Zanat hat es geschafft, eine alte, traditionelle Schnitzkunst ins 21. Jahrhundert zu holen, sie modern zu interpretieren. Manche Stücke erinnern an afrikanische Skulpturen, andere sind vom skandinavischen Design geprägt. Das Programm reicht dabei von Esstischen über Stühle und Kosolenmöbel via zu kleinen aparten Wohnaccessoires. Da kann man schnell etwas austauschen, da darf man sich immer wieder neu verlieben.

Lässt du dich in der Wahl eurer Partner von Unternehmensgeschichten beeindrucken? Stellst du dir die Frage, wer hinter einer Marke steht?

Ja, absolut. Ich mag Firmen, die familiengeführt sind, hinter der eine Person steht, eine ganze Familie oder wie im Fall von Zanat zwei Brüder. Ein Familienbetrieb ist definitiv mit mehr Herzblut dabei und auch in der Zusammenarbeit kooperativer, verständnisvoller. Mal brauchen wir Hilfestellung, dann wieder die anderen. Das ist ein Geben und Nehmen!

 

Hast du einen Lieblingsdesigner oder wechselt das?

Ich bin ein großer Fan von Jean Marie Massau, der für Poliform designt. Seine Möbel sind klassisch, reduziert, sehr leicht. Ich mag aber auch Rodolfo Dordoni, der für die Brüder Minotti Möbel entwirft. An ihm gefällt mir die sehr komplexe Formensprache, die Kombination der Materialien. Er designt nicht bloß ein Stück, er denkt immer in ganzen Kollektionen. Paula Navones Serie „Ghost“, die sie für Gervasoni entworfen hat, begeistert mich nach wie vor. Es sieht aus, als hätte man Tücher über die Polstermöbel geworfen. Das ist pures Understatement. Auch in unserem Schauraum stehen ihre Möbel! Im September gibt’s übrigens eine super Aktion: Beim Kauf eines Polstermöbels von Gervasoni bekomme ich eine zweiten Bezugsstoff in weißem Leinen als Geschenk dazu.

Also ein zweites Kleid fürs Sofa. Lässt sich das so einfach wechseln?

Und ob! Ich habe selber ein Sofa von Paula Navone zuhause stehen und dafür mittlerweile vier Hussen in den Farben Weiß, Dunkelviolett, Grau und Blitzblau! Die lassen sich einfach abziehen. Rein in die Waschmaschine und halb feucht wieder aufziehen. Fertig!  Die Knitteroptik ist gewollt, die gehört zum Leinen. Für Menschen, die es gerne sehr aufgeräumt haben, ist ein Hussensofa allerdings nicht das Richtige. Denen würde ich davon abraten.

Hast du in deiner Wohnung Möbel stehen, deren Kauf du mittlerweile bereust?

Nein. Meine Möbelstücke sind zu Lieblingsstücken geworden, die gefallen mir nach wie vor. Sie sind zeitlos, haben eine sehr gute Qualität und damit auch keine Halbwertszeit von 2 Jahren.

Famler Einrichtungen Ges.m.b.H.

Haydnstraße 16, Tel. 0662 87 46 40 -0, www.famler.at