Pastellfarbene Barockhäuser, Mozart in Dauerschleife, Festspiel-Glamour — so zeigt sich Salzburg gern. Aber unsere Stadt hat auch ganz schön »schiache« Seiten. Genau diese aufzuzeigen ist das Ziel von Alexandra Karner, die mit ihrem Instagram-Account @schiaches.salzburg längst Kultstatus hat. Jetzt ist daraus ein Buch geworden: »Wie man Salzburg überlebt. Grantige Stadtbetrachtungen.«
Was auf den ersten Blick mit einem knallbunten Cover daherkommt, entpuppt sich bei genauerem Hinschauen als Essay-Band mit feinen Zwischentönen. Authentisch und ungefiltert, mal bissig-ironisch, mal retro-melancholisch — aber immer mit einem Augenzwinkern. Alexandra Karner nimmt die Leser:innen mit auf einen Trip durch die Mozartstadt, so wie sie halt ist: oft wunderschön, oft unerträglich, aber meistens beides gleichzeitig.
Im Gespräch mit vision.salzburg erzählt sie, wie aus einem Instagram-Ventil ein Buch wurde, warum Sudern manchmal die Vorstufe zur Veränderung ist — und was sie an Salzburg wirklich schön findet.
»In jedem Fall ist das Salzburger Nockerl eines: eigentlich eine relativ böse und irgendwie ganz passende Metapher auf Salzburg. Schaumschlägerei, gefüllt mit heißer Luft, leicht angebräunt in feste Form gebracht.«
Alexandra Karner: Wie man Salzburg überlebt. Grantige Stadtbetrachtungen.
232 Seiten, € 25,— Otto-Müller-Verlag

